am Leonrodplatz, Tram 12 / 20 / 21 - Bus 53, Lageplan
in Zusammenarbeit mit Tanztendenz München
Tanzperformance & electronic poetry lounge
mit Lynn Parkerson, Leiterin der Brooklyn Ballet Company, New York, und Kunst oder Unfall, dem Performance Duo von Augusta und Kalle Laar.
Fortsetzung der in New York begonnenen Kollaboration. Die langfristig angelegte Entwicklung der Choreografie von bloomina rockinó teafields vereint in dauerhaftem Austausch die von den Akteuren eingebrachten Elemente Musik, poetry, Klang und Bewegung. Vorgestellt werden Fragmente, der Salon lädt dann zur electronic poetry lounge.
Die Choreografin Lynn Parkerson verwendet Elemente die als Zeichen gelesen werden könnten – Gesten von Armen und Händen. In dem im Entstehen begriffenen Stück bloomina rockinó teafields wird dieser Ansatz auf eine neue Ebene geführt. Teile der Choreografie basieren auf einem Partitursystem der Barockzeit, das im 17. Jahrhundert von Raoul-Auger Feuillet entwickelt worden ist, dessen originale Notation von den Tänzern 'gelesen' werden kann. Die Experimente mit dieser Art von Notation werden durch ein Zufallssystem ergänzt, das den Ansatz wesentlich erweitert und mit der Musik verbindet, die gemeinsam mit der Choreografie entwickelt wird. Auf diese Weise korrespondieren festgelegte und improvisatorische Elemente miteinender.
In der Choreografie spielen die Zeichenelemente eine besondere Rolle. Authentische 'reale' wie imaginäre Zeichensprachen werden erforscht und einander gegenübergestellt. So werden Elemente einfacher populärer Zeichensprachen, wie sie z.B. in bestimmten Sportarten benutzt werden, verwendet, ein Aspekt, der die historische Barock-Perspektive in unsere Jetzt-Zeit transponiert.
Die Musik für das Stück reflektiert und beeinflusst gleichzeitig die hier angedeuteten grundsätzlichen Aspekte. Manipulierte und elektronisch beeinflusste Barockmusik, Aufnahmen von Sportveranstaltungen und andere Feldaufnahmen fließen in die Komposition ein.
Eine der Besonderheiten von bloomina rockinó teafields ist die Verbindung mit und Inspiration durch die Lyrik von Augusta Laar, die sowohl inhaltlicher wie auch klanglicher Bestandteil der Komposition ist. Alle Elemente, Choreografie, Musik, Wort, entwickeln sich in wechselseitiger Abhängigkeit, beeinflussen sich gegenseitig beständig aufs neue, reflektieren und verändern das Endprodukt während der Produktionsablaufs.